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Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft




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Bei Qualifizierungsmaßnahmen für Arbeitslose darf nicht gespart werden PDF Drucken E-Mail
Nr. 22/10

Bei Qualifizierungsmaßnahmen für Arbeitslose darf nicht gespart werden

Berlin/Schwerin, 18. November 2010 – Auf der heutigen Jahrespressekonferenz im Rahmen des Bundeskongresses 2010 des Verbands Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) fordert der Verband die Bundesregierung auf, die Integration von Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt durch Qualifizierungsmaßnahmen spürbar zu stärken. An dieser Stelle darf auch aus Gründen einer Haushaltskonsolidierung nicht gespart werden.


„Aufgrund des in vielen Branchen schon jetzt vorhandenen Fachkräftemangels bieten sich für qualifizierte Arbeitsuchende hohe Chancen zum beruflichen Wiedereinstieg. Diese Möglichkeiten müssen durch gezielte Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen auch für weniger gut ausgebildete Arbeitssuchende nutzbar gemacht werden“, erklärt Dr. Barb Neumann, Vizepräsidentin des VDP. Beunruhigend sei, dass der aktuelle Haushaltsplan der Bundesagentur für Arbeit (BA) für 2011 eine Kürzung bei den arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen um 2,57 Milliarden Euro im Vergleich  zum Haushalt 2010 vorsehe. Hierzu gehören insbesondere Maßnahmen der Integration und Qualifizierung. Diese Kürzung sei auch nicht vor dem Hintergrund der derzeitigen positiven ökonomischen Entwicklung vertretbar. Von einem Wirtschaftswachstum profitierten in der Mehrzahl kurzfristig Erwerbslose, wohingegen Langzeitarbeitslose, ältere Arbeitnehmer und benachteiligte Jugendliche ihre Chancen auf dem Arbeitmarkt nur durch zukunftsweisende und bedarfsgerechte Bildungsmaßnahmen erhöhen.

Die Integration von Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt zu stärken hilft zum einen direkt den betroffenen Menschen. Zum anderen klagen viele Unternehmen über das Fehlen von qualifizierten Arbeitskräften am Arbeitsmarkt. „Damit die Wirtschaft nicht durch einen Fachkräftemangel ausgebremst wird, müssen jetzt alle Potentiale durch Qualifizierung und Weiterbildung genutzt werden“, so Neumann weiter.

Auf dem diesjährigen VDP-Bundeskongress diskutieren Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik mit über 200 Vertretern freier Bildungseinrichtungen über die Notwendigkeit von individualisierten, nachhaltigen und bedarfsorientierten Bildungsangeboten im Bezug auf den demographischen Wandel in Deutschland und seinen Folgen.


Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der freien Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen.

Verantwortlich für den Inhalt: Florian Becker, Pressesprecher

Pressemitteilung als PDF

Schlagworte: Bundesagentur für Arbeit / Arbeitsmarkt / Fachkräftemangel / Qualifizierung / Integration