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Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft




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VDP Berlin-Brandenburg: Bundesagentur vernichtet Arbeitsplätze PDF Drucken E-Mail

Berlin, 21. Juni 2011 - Ein sinkendes Finanzbudget für Weiterbildung und Umschulung steht einem erheblich steigenden Budget für die Verwaltung der Regionalagentur Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung.

Die Leiterin der Regionalagentur Berlin-Brandenburg, Margit Hauptmann-Koop, informierte vor einigen Tagen darüber, dass die BA für die „Berliner Joboffensive“ zusätzlich 46 Millionen Euro für die Verwaltung bereitstellen werde, um 650 weitere Arbeitsvermittler einzustellen. Diese sollen 65.000 „marktnahen Kunden Beine machen“, einen Job anzunehmen. Im Bedarfsfall sei geplant, dass die Arbeitsvermittler die Jobsuchenden bis zu den Vorstellungsgesprächen begleiten. Dadurch hofft Frau Hauptmann-Koop, 20.000 der 65.000 Langzeitarbeitslosen in Berlin in Arbeit zu bringen.

Nach Ansicht von Unternehmerverbänden können offene Stellen deshalb nicht besetzt werden, weil den Langzeitarbeitslosen die Qualifikationen und Kompetenzen für die zur Verfügung stehenden Arbeitsplätze fehlen. Dieses Manko ist nicht mit Arbeitsberatern und Unterstützung bei Vorstellungsgesprächen zu beheben, sondern nur über Bildung und Qualifizierung.

Und gerade hier kürzt die Agentur. Vielen Bildungswilligen wird eine Förderung verweigert. Die Aufnahme einer Arbeit soll auf Basis der vorhandenen Qualifikationen erfolgen, aber gerade diese reichen für die aktuellen Arbeitsanforderungen oft nicht aus.

Nach Berechnungen des VDP Berlin-Brandenburg könnten mit den für die Verwaltung zusätzlich bereitgestellten 46 Millionen Euro etwa 100.000 Bildungsmonate finanziert werden. Auf diesem Wege könnten die 234.661 Menschen, die in Berlin im Mai arbeitslos gemeldet waren, durch Bildungsmaßnahmen die Qualifikationen erlangen, die tatsächlich am Arbeitsmarkt benötigt werden. „Deshalb fordern wir Frau Hauptmann-Koop auf, ausreichend Mittel für Bildung unter Einbeziehung aller arbeitsmarktpolitischen Instrumente zur Verfügung zu stellen“, so Dr. Axel Nünke, Vorstandsmitglied des Landesverbandes VDP BB.

Durch die derzeitigen Mittelkürzungen für Qualifizierung und Weiterbildung und die Ablehnung von Bildungswünschen durch die Arbeitsagenturen sind zudem Verluste von Arbeitsplätzen in den Weiterbildungseinrichtungen zu befürchten.

Verantwortlich für den Inhalt: Volker Symalla, Geschäftsführer VDP Berlin-Brandenburg